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DAS VEZÈRE-TAL/URSPURNG DES MENSCHEN Ich bin nicht im Périgord geboren, denn mein Ursprung liegt im Zentralmassiv, auf dem Plateau de Millevaches. Sehr schnell habe ich mich entschlossen, in Richtung Sarlat im Périgord Noir (1) zu fließen, wo Gastronomie groß geschrieben wird. Ab Montignac,
an den Windungen der großen Schleifen, die ich beschreibe, zwischen
den mit Eichen und Kastanien bestandenen Hügeln, liegen Höhlenwohnungen,
Burgen, Herrenhäuser und Kirchen. Ich verteile ein bisschen meiner
Frische in den kleinen Niederungen mit Mais- und Tabakfeldern und Nussbäumen.
Während
der Eiszeit haben Herden großer, pflanzenfressender Tiere der nordeuropäischen
Ebenen (Rentiere, Mammuts) im Aquitainbecken Zuflucht gefunden. Seit diesem
Zeitpunkt war das Vézère-Tal Adoptivland unserer Ahnen.
Sie wussten sehr schnell dieses bevorrechtigte Gebiet mit seinen zahlreichen
Höhlen und Zufluchtsorten zu schätzen. Selbst während der
härtesten Eiszeit erlaubte ein schmaler Grünstreifen an meinen
Ufern es dem Menschen, sich mit Wild, Fischen, Brennholz und Feuersteinen
zu versorgen, welche zur Herstellung von Waffen und Werkzeugen notwendig
waren. Diese lange Besitzergreifung hat zahlreiche Spuren ihrer Siedlungen(3)
hinterlassen. Durch die Häufigkeit und Qualität derselben wurde
Les Eyzies zur Wiege der Urgeschichte.
Noch heute kann man Überreste dieser Zeit im Musée national de Préhistoire (Prähistorisches Nationalmuseum) oder bei einem Besuch der verzierten Höhlen Font de Gaume oder Les Combarelles bewundern. Die Römer
waren die ersten, die versucht haben, mich zu zähmen, aber ohne Erfolg.
Dann hat Henri IV (seine Mutter, Jeanne dAlbret war Besitzerin des
Périgord
) seinen Adligen angeordnet, die schwierigsten Passagen
auszubauen und ab 1698 war ich von Ferrasson bis Limeuil schiffbar. Zu
jener Epoche wurde ich zur ersten "Flussautobahn", insbesondere
dem Handel zwischen dem Zentrum und Südwesten von Frankreich verschrieben. Eine
Kanufahrt ist die einzige Möglichkeit, um die Schönheiten zu
entdecken, die die Natur uns hinterlassen hat, wovon die meisten auf dem
Landweg nicht zu sehen sind.
Anschließend
kommen Sie nach St Léon sur Vézère (6), einem wahren
Hafen der Ruhe mit seiner Kirche und der am Rand des Flusses erbauten
Burg. Hier können Sie picknicken, sich ausruhen oder die Altstadt
besichtigen. Nach diesem Halt fahren Sie in den "königlichen
Weg" der Urgeschichte ein, der von der Vézère bis Les
Eyzies trassiert wurde.
Der Fluss
erlaubt es Ihnen, die majestätischen, 80 m hohen Steilwände
von La Roque St Christophe
(7) mit einer der größten, natürlichen Terrassen Europas
und einer Länge von 500 m zu bewundern, die 55.000 Jahre lang, von
der Urgeschichte bis zum Mittelalter, bewohnt war.
Kurz
bevor Sie in Les Eyzies ankommen, entdecken Sie die großen Steilwände
von Laugerie Basse. Ein ganz besonders
schönes Ensemble mit der prähistorischen Unterkunft und der
Grotte du Grand Roc (9), ein wahres
Wunderwerk der Natur aus unzähligen Sintern und Kristallisationen
von außergewöhnlicher Reinheit. Später, nach dem Besuch
des Musée de la Spéléologie (Speläologiemuseum),
kommen Sie am Stützpunkt von Canoës Vallée Vézère
für einen Etappenabend an, wo Sie einen angenehmen Urlaub im
Hotel oder auf einem Campingplatz verbringen können.
Trotz all diesen Epochen habe ich den Charme meiner unberührten Natur, meine Ruhe, Schönheit und meine ruhige Lebensweise nicht verloren. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mit mir und meinen Freunden von Canoës Vallée Vézère unvergessliche Ausflüge in das Herzen meines Tals, "das Tals des Menschen" unternehmen würden.
Bis bald!
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