Canoes Vallée Vézère
 







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DAS VEZÈRE-TAL/URSPURNG DES MENSCHEN

Ich bin nicht im Périgord geboren, denn mein Ursprung liegt im Zentralmassiv, auf dem Plateau de Millevaches. Sehr schnell habe ich mich entschlossen, in Richtung Sarlat im Périgord Noir (1) zu fließen, wo Gastronomie groß geschrieben wird.

Ab Montignac, an den Windungen der großen Schleifen, die ich beschreibe, zwischen den mit Eichen und Kastanien bestandenen Hügeln, liegen Höhlenwohnungen, Burgen, Herrenhäuser und Kirchen. Ich verteile ein bisschen meiner Frische in den kleinen Niederungen mit Mais- und Tabakfeldern und Nussbäumen.
Eingebettet zwischen den riesigen Kalkfelsen erreiche ich endliche, nach 192 km unberührten Landschaften, Limeuil(2), um mich mit meiner großen Schwester "Dordogne" zu treffen, die mich mitnimmt zu den Weinbergen von Bordeaux und dem unendlichen Ozean.

La truffe
  Limeuil
(1) Die Trüffel, das "schwarze Gold" des Périgord
(2) Limeuil

Während der Eiszeit haben Herden großer, pflanzenfressender Tiere der nordeuropäischen Ebenen (Rentiere, Mammuts) im Aquitainbecken Zuflucht gefunden. Seit diesem Zeitpunkt war das Vézère-Tal Adoptivland unserer Ahnen. Sie wussten sehr schnell dieses bevorrechtigte Gebiet mit seinen zahlreichen Höhlen und Zufluchtsorten zu schätzen. Selbst während der härtesten Eiszeit erlaubte ein schmaler Grünstreifen an meinen Ufern es dem Menschen, sich mit Wild, Fischen, Brennholz und Feuersteinen zu versorgen, welche zur Herstellung von Waffen und Werkzeugen notwendig waren. Diese lange Besitzergreifung hat zahlreiche Spuren ihrer Siedlungen(3) hinterlassen. Durch die Häufigkeit und Qualität derselben wurde Les Eyzies zur Wiege der Urgeschichte.

 
Soirée autour du feu
Werkzeuge aus Stein
(3) Abend am Lagerfeuer

Noch heute kann man Überreste dieser Zeit im Musée national de Préhistoire (Prähistorisches Nationalmuseum) oder bei einem Besuch der verzierten Höhlen Font de Gaume oder Les Combarelles bewundern.

Die Römer waren die ersten, die versucht haben, mich zu zähmen, aber ohne Erfolg. Dann hat Henri IV (seine Mutter, Jeanne d’Albret war Besitzerin des Périgord…) seinen Adligen angeordnet, die schwierigsten Passagen auszubauen und ab 1698 war ich von Ferrasson bis Limeuil schiffbar. Zu jener Epoche wurde ich zur ersten "Flussautobahn", insbesondere dem Handel zwischen dem Zentrum und Südwesten von Frankreich verschrieben.
Um 1825 wurde ich der wirtschaftliche Träger des Tals. Ich trug damals zur Entwicklung und dem Bau von Korn- und Ölmühlen und besonders von mehr oder weniger großen Schmieden bei, die zur Herstellung von Kanonen dienten, die nach Rochefort geliefert wurden. Später waren, durch den Eisenbahnbau, die Fischer meine einzigen Gefährten, für welche ich verschiedene Fischarten beschützt haben.

Eine Kanufahrt ist die einzige Möglichkeit, um die Schönheiten zu entdecken, die die Natur uns hinterlassen hat, wovon die meisten auf dem Landweg nicht zu sehen sind.
Zu Beginn der großen Abfahrt kommen Sie an sehr schönen Burgen vorbei, wie der von Losse (4) mit den über den Fluss reichenden Terrassen oder der von Belcayre (5) (Privatbesitz, der nicht besichtigt werden kann), die in Form eines Bugs auf der Bergspitze erbaut ist.

Château de Losse
 

(5) Château de Belcayre
(4) Château de Losse

Anschließend kommen Sie nach St Léon sur Vézère (6), einem wahren Hafen der Ruhe mit seiner Kirche und der am Rand des Flusses erbauten Burg. Hier können Sie picknicken, sich ausruhen oder die Altstadt besichtigen. Nach diesem Halt fahren Sie in den "königlichen Weg" der Urgeschichte ein, der von der Vézère bis Les Eyzies trassiert wurde.

  La Roque Saint-Christophe
(6) Saint-Léon sur Vézère
(7) La Roque Saint-Christophe

Der Fluss erlaubt es Ihnen, die majestätischen, 80 m hohen Steilwände von La Roque St Christophe (7) mit einer der größten, natürlichen Terrassen Europas und einer Länge von 500 m zu bewundern, die 55.000 Jahre lang, von der Urgeschichte bis zum Mittelalter, bewohnt war.
Dann fahren Sie an der Site de la Madeleine(8), ihren Höhlenwohnungen, Burgruinen und der hoch über der Vézère gebauten Kapelle entlang.

La Madeleine
 
Grotte du Grand Roc
(8) Site de la Madeleine
(9) Grand Roc caves

Kurz bevor Sie in Les Eyzies ankommen, entdecken Sie die großen Steilwände von Laugerie Basse. Ein ganz besonders schönes Ensemble mit der prähistorischen Unterkunft und der Grotte du Grand Roc (9), ein wahres Wunderwerk der Natur aus unzähligen Sintern und Kristallisationen von außergewöhnlicher Reinheit. Später, nach dem Besuch des Musée de la Spéléologie (Speläologiemuseum), kommen Sie am Stützpunkt von Canoës Vallée Vézère für einen Etappenabend an, wo Sie einen angenehmen Urlaub im Hotel oder auf einem Campingplatz verbringen können.

La nature au bord de l'eau

Trotz all diesen Epochen habe ich den Charme meiner unberührten Natur, meine Ruhe, Schönheit und meine ruhige Lebensweise nicht verloren. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mit mir und meinen Freunden von Canoës Vallée Vézère unvergessliche Ausflüge in das Herzen meines Tals, "das Tals des Menschen" unternehmen würden.

 

Bis bald!